Hier nochmals einiges zur UFS722. Wer sich  kein neues HF-Eingangsteil bauen möchte dem kann ich hier vielleicht noch einige Erfahrungen  weitergeben, die sich hier beim rumexperimentieren ergeben haben. Der erste HF Transistor kann durch einen BFR91a  ersetzt werden. Den Widerstand (3,3 Kohm) von der Basis zum Pluspol durch 4,3 Kohm ersetzen. Zwischen den Filtern Z801 und Z802 kann nochmals eine Transistorstufe mit BFR96 geschalten werden. Nur ein Basiswiderstand von 2 Mohm gegen Plus und der Kollektorwiderstand 4,7 Kohm gegen Plus sowie der Emitter auf Masse. Wem das noch nicht reicht (so wie mir) zwischen dem Ausgang von Z802 und Mischer nochmals ein MMIC Typ MAR8. Und sehr wichtig , am Eingang 2 Dioden antiparallel gegen Masse ! Zudem habe ich festgestellt das die Kerne (grün) in den Filtern meist nicht bis hinunter in den Amateufunkbereich ausreichen. Diese können durch braune oder besser rote Kerne erstezt werden. Unten sind die Bilder mit den jeweiligen Kernen zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, das bei den originalen grünen Kernen, selbst bei voll eingedrehtem Zustand, das Amateurfunkband nicht abgedeckt wird.

Der Diodenringmischer im Eingangsteil hat , wie diesem Typ eigen, eine gute Großsignalfestigkeit aber auch ca 6 - 7 dB Dämpfung. Ein Mischer mit dem IC AD831 ist dem Ringmischer in Punkto IP gleichwertig, hat aber bei entsprechender Konfiguration ca. 4 - 5 dB Mischverstärkung. Das bringt dann nochmals ca. 10 dB. Zu beachten ist das der Mischer entsprechend seines höheren Eingangs- und Ausgangswiderstandes auf die vorherschenden 50 ohm mittels Ringkerntransformatoren angepasst werden muß. Am Ausgang des IC habe ich ca. 100 ohm gemessen, also 2:1 Übertrager. Der Eingangswiderstand ist Frequenzabhängig und wurde von mir mit ca. 600 ohm gemessen. Beim experimentieren hat sich herausgestellt das ein Übertrager mit 9:1 einwandfrei funktioniert. Andere Übersetzungen brachten keinen Erfolg, b.z.w. messtechnisch nur 1 -2 dB die im praktischen Betrieb gehörmäßig nicht feststellbar waren.

Beim ZF/NF-Teil ist der ZF-Verstärker mit dem A281 nur eine mäßige Lösung. Da gibt es auch besseres, worüber ich mir aber bisher nicht tiefgründig Gedanken gemacht habe. Da ich in der Vergangenheit (bei den A244) festgestellt habe, das die Eigenschaften von IC zu IC auseinander gehen, habe ich für den ZF-IC mal eine Steckfassung eigebaut und alle bei mir vorhandenen A281 ausprobiert. Der maximale Unterschied lag bei 2 dB, also nicht nennenswert. Bleibt also nur irgend etwas mit mehr Verstärkung und weniger Rauschen als Alternative. Wichtig ist allerdings der Abgleich der Filter. Bei allen Geräten waren diese verstellt. Keine Ahnung wie das zustande kam, entweder hat vor mir jemand daran auf gut Glück herumgedreht oder die Verstimmung ist altersbedingt aufgetreten. Fakt ist, das das Rauschen bei einem schwächeren Signal durch verdrehen der Kerne etwas zurückgeht. Das ganze aber nur bei einem "schwächeren" Signal ! Bei einem richtig schwachen Signal allerdings ist dann der Empfang weg. Die Kurvenbilder zeigen auch warum.

 

links: vorher                                     rechts : nach dem Abgleich

Ein Hörbeispiel ist natürlich immer aussagekräftiger als die rumwürfelei mit dB-Angaben, deshalb hier was für die Ohren :

https://df1jsf.hpage.com/get_file.php?id=28801589&vnr=999402